Hier finden Sie unseren aktuellen Gemeindebrief.

Gottesdienste und Veranstaltungen finden im Rahmen der aktuellen Richtlinien statt

Analog zu den Regelungen des Landes NRW, die seit dem 20. März 2022 gelten, gibt es KEINE Vorschriften in Bezug auf Impfstatus oder das Tragen eines medizinischen Mund-Nase-Schutzes. Gerade letzteres (FFP2) empfehlen wir aber ausdrücklich - vor allem in den voll besetzten Gottesdiensten wie z.B. den Konfirmationen ist das der beste Selbst- und Fremdschutz. Sonst lüften wir den Kirchraum gut und halten Abstand - beides so gut wie möglich.

Aber wir starten auch wieder mit gemeinsamem Kirchkaffee und mit dem Mitbringbuffet nach den Familiengottesdiensten der Versöhnungskirche.

War das einladend? "2G" oder "3G" und die neue Jahreslosung 2022

Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen. (Johannes 6,37)

Wie schön, dass einige unseren Gemeindebrief (Dezember 2021) aufmerksam gelesen hatten ;-) ... und in der Tat: Die Jahreslosung mit dem sehr einladenden Satz von Jesus hat uns natürlich schon beschäftigt und wird es auch im Jahr 2022. Mit dem von uns dazu gewählten Motiv auf der Rückseite des Gemeindebriefes (ein offener Zaun ...!) hatten wir ja auch ein Statement abgegeben, das vielleicht auch nicht jede und jeder teilt. Aber das ist völlig in Ordnung.
Bei „uns Evangelischen“ gibt niemand vor, was geglaubt werden und wie gehandelt werden muss. Das ist „die Freiheit eines Christenmenschen“, von der Luther gesprochen hat. Gegebenenfalls muss man immer mal wieder Beschlüsse nachjustieren. Als Evangelische Kirche haben wir das ja z.B. getan im Bereich der Frauenordination (Pfarrerinnen sind inzwischen bei uns selbstverständlich!) und im Bereich der Trauung von Homosexuellen. Auch da gibt es nicht immer Beifall, aber beides ist uns wichtig und gehört inzwischen einfach dazu.
Aber all das bedeutet eben auch: Es gibt nicht die eine, „richtige“ Auslegung des Evangeliums. Wir sind frei - und andererseits gibt es im Leben und im Glaubensleben eben auch Grenzen. Nicht jeder darf in unserer Evangelischen Kirche taufen oder das Abendmahl austeilen - das hat „Kirche“ mal so entschieden. Als Gemeinde haben wir deshalb z.B. ausgebildete Abendmahlshelferinnen und -helfer, die das tun können. Das machen andere Gemeinden nicht, muss man auch nicht, aber wir wollten es gerne.

Auch im Bereich „2G" oder „3G" gibt es eine große Vielfalt in den evangelischen Kirchen - verbunden auch mit einer großen Unsicherheit, was denn nun „richtig“ bzw. möglichst sicher für alle Beteiligten ist. Wir haben uns damit nicht leicht getan und schon Ende November (ca. 23.11.2021) standen in beiden Tageszeitungen unserer Stadt Auszüge aus der folgenden Pressemitteilung:

... hat das Presbyterium der Kirchengemeinde, das aus zwölf gewählten Ehrenamtlichen und den beiden Pfarrern besteht, beschlossen ..., dass in den beiden Kirchen und Gemeinderäumen, also auch bei den Gottesdiensten und Veranstaltungen, ein medizinischer Mund-Nase-Schutz getragen werden muss. „Wir haben uns mit der Frage nach 2G oder 3G nicht leicht getan“, so Pfarrer Bogdan. „Aber wir waren der Meinung, dass wir diejenigen, die noch nicht geimpft oder genesen sind, besonders schützen müssen. Da wir meinen, das nicht in ausreichendem Maße tun zu können, sind ab sofort die beiden Kirchen nur noch für Geimpfte und Genesene mit entsprechendem Nachweis zugänglich." ...

Die Evangelische Kirche von Westfalen empfahl Ende 2021 für "normale Gottesdienste" 3G, aber speziell an Heiligabend 2G, denn nach dem damailigen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse gab es ein erhebliches Risiko, dem sich Nicht-Geimpfte bzw. Nicht-Genesene aussetzen, wenn sie Veranstaltungen besuchen, die in geschlossenen Räumen bzw. mit vielen Personen stattfinden.
Sie können sich selbst dort infizieren und - weil sie keinen ausreichenden Immunschutz haben - schwer erkranken. Vergrößert wird das Risiko noch zusätzlich dadurch, wenn Menschen teilnehmen, die nicht nur infiziert sind, sondern eine hohe Virenlast mit sich herumtragen.

Wir konnten und wollten damals die Verantwortung dafür nicht übernehmen, dass sich Erwachsene bei unseren Veranstaltungen eine Covid19-Infektion holen, die ihrer Gesundheit, weil sie keinen ausreichenden Immunschutz besitzen, einen großen Schaden zufügt oder sie letztlich sogar sterben lässt!
Dies war nicht als Ausschluss gemeint, sondern schlicht als Schutz! (Auch wenn wir wussten, dass man das anders verstehen konnte.)

Entschieden wurde das nicht von den beiden Pfarrern, sondern von dem Gremium, das unsere Kirchengemeinde leitet: das sind (neben den beiden Pfarrern) zwölf in dieses Amt gewählte Presbyterinnen und Presbyter, die diese Entscheidung gemeinsam getroffen haben - stellvertretend für „die Gemeinde“, so wie das eben in demokratischen Gremien üblich ist. Aber wir haben uns damit nicht leicht getan, und wir würden uns sehr freuen, dies so schnell wie möglich bei einer besseren Lage wieder ändern zu können.

Und es ist richtig: Für uns ist die Frage wirklich wichtig und von großer Bedeutung, wie offen und wie einladend wir sind - und wie wir die Aussage von Jesus leben und umsetzen können. Wir fragen uns das an vielen Stellen unserer Jugend- und Gemeindearbeit. Und deshalb freuen wir uns auch über offene, ehrliche und wohlwollend kritische (!) Rückmeldungen. Die Evangelische Kirche lebt (wie jede Kirche) von der Beteiligung engagierter Christinnen und Christen, denen ein Leben in der Nachfolge Jesu wichtig ist - und die sich auch selbst diese Frage stellen!

Niemand von den beiden Pfarrern würde ein Gespräch oder Gebet mit Menschen, die dieses Bedürfnis nötig haben, verweigern - im Gegenteil! Gerade die Weihnachtstage sind bei vielen Menschen eine große Last, so dass Sie herzlich eingeladen sind, sich, wenn Sie Sorgen oder Nöte haben, bei uns zu melden.

Für diejenigen, die - aus welchem Grund auch immer - nicht in unsere Gottesdienste kommen können oder wollen, bringen wir durchgängig seit Februar 2021 (!) unter erheblichem personellem und finanziellen Aufwand unsere Gottesdienste „ins Netz“, so dass Sie auf YouTube immer mitfeiern können. Danach wird das Video automatisch hochgeladen und ist dann leider erst (ein wenig) später wieder verfügbar - also am besten direkt mitschauen!

Ein Blick in unsere Friedenskirche

Ein Blick in unsere Versöhnungskirche