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KG Schloss Holte-Stukenbrock

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Unsere Versöhnungskirche finden Sie im Stadtteil Schloß Holte, Gluckweg 2 - 4

Fotomontage Werner Bührmann, Fotos Dr.Carsten Glatt

Die evangelischen Christinnen und Christen im 19. Jahrhundert im heutigen Stadtgebiet von Schloß Holte-Stukenbrock mussten, wenn sie sich zum Gottesdienst versammeln wollten, auf umliegende Kirchen ausweichen, weil es noch keine eigenen gab.

1845 gibt es 70 evangelische Christen. Sie müssen aus Holte zum Gottesdienst nach Friedrichsdorf gehen, wo sie eingepfarrt sind. 1848 stellt Familie Tenge die Schlosskapelle den evangelischen Christen für den Gottesdienst zur Verfügung. Ab 1853 hat der Pfarrverweser mit Sitz in Rietberg die Verpflichtung, sonntäglich abwechselnd in Rietberg und Holte zu predigen. Das Heilige Abendmahl findet viermal jährlich in Holte statt.

Ab 1877 finden jeden Sonntag Gottesdienste statt. Im Mai 1889 wird die Kirchengemeinde Holte selbständig. Das neu gewählte Presbyterium besteht aus vier Presbytern: als Kirchmeister Lehrer Meyer, als Presbyter Revierförster Rehse und Fabrikant Artois und als Diakon Ziegeleibesitzer Dierksmöller, sowie dem Pfarrverweser. Das Presbyterium tritt zum ersten Mal am 18. September 1889 zusammen.

1934 wird ein sonntäglicher Kindergottesdienst um 9 Uhr eingeführt. Nach langen Beratungen im Presbyterium wird der Sonntagsgottesdienst von15 Uhr auf 7 Uhr vorverlegt. Da die Wege zur Schlosskapelle für viele Christen zu weit sind, werden 1946 neue Predigtplätze eingerichtet, und zwar insgesamt fünf: Schlosskapelle, in StukenbrockII in der Brinkschule, in Stukenbrock III in der katholischen St. Achatiuskapelle, im Sozialwerk Stukenbrock und in der katholischen Kirche in Riege (Hövelhof-Nord).Im Oktober

1949 wird im Sozialwerk Stukenbrock die evangelische Lagerkirche eingeweiht. Jahrzehntelang haben Flüchtlings- und Aussiedlerfamilien in ihr Gottesdienst gefeiert.

Selbständig wurde unsere Kirchengemeinde am 31. Januar 1950. Damals war es eine sehr arme Kirchengemeinde, da nur die 250 "Alteingesessenen" zur Finanzierung beitragen konnten. So ist es auch zu verstehen, dass z. B. zwischen Plan und Bau der Friedenskirche ganze 11 Jahre vergingen. Beim Bau der Versöhnungskirche in Schloß Holte ging's schon anders als bei der Friedenskirche.

Umfassend finden Sie die Beschreibungen zur Geschichte mit einem Klick jn unserer Festschrift 2014

Nach "normaler" Planungsphase wurde am 23.09.1979 der Grundstein für unsere Versöhnungskirche gelegt.

 

Die Architekten Wachtmann und Wagner hatten einen sehr eigenwilligen - fast einmaligen Entwurf vorgelegt. Es wurde ein halbrunder Kirchraum mit dem Kreuz im Zentrum. Christus ist die Mitte des Gottesdienstes, der Konzentrationspunkt und Mittelpunkt der weltweiten Kirche. So stellt das sichtbare Halbrund – unser Kirchraum – unsere christliche Gemeinschaft vor Ort dar. Mit einem zweiten Halbrund, das man sich im Anschluss außerhalb der Versöhnungskirche vorstellen muss, wird er zum „nicht sichtbaren Weltkreis“ und soll so die weltweite Kirche symbolisieren.

In der Urkunde zur Grundsteinlegung heißt es: „Im Vertrauen auf Gottes Hilfe und Segen legen wir den Grundstein für unsere Kirche in der Hoffnung, daß die Botschaft von der Versöhnung unter uns wirksam werde.“

Das Gotteshaus umschließt die Gemeinde, die zu einer Gemeinschaft um das Wort Gottes werden soll. In der Versöhnungskirche führt dies zu einer kreisförmigen oder zumindest fächerförmigen Gruppierung der in der Kirche versammelten Gemeinde.

Im Jahre 1981 wurde dann der erste Gottesdienst in der Versöhnungskirche gefeiert

Und nach fast 150 Jahren hörten mit dem Bau der Versöhnungskirche die regelmäßigen Gottesdienste in der Schlosskapelle auf. 1948 lebten schon 1400 Evangelische in unserer Kirchengemeinde, 1117 von ihnen waren Ostvertriebene, die im Soziallager Stukenbrock wieder eine erste Zuflucht fanden. Zehn Monate später ist die ev. Kirchengemeinde Holte durch Ostvertriebene und Evakuierte schon auf 2500 Gemeindeglieder angewachsen.

Das weitere Wachsen verlief dann nicht mehr so rasant, aber stetig: 1976: 4586 Evangelische, 1985: 5.510, heute zählt unsere Kirchengemeinde knapp 7.000 Seelen. So ist es auch kein Wunder, dass in der Zeit von 1945 bis heute in unserer Kirchengemeinde 3 Kirchen entstanden (1949 Barackenkirche im Soziallager, 1961 die Friedenskirche in Stukenbrock und 1981 die Versöhnungskirche in Schloß Holte). Friedenskirche und Versöhnungskirche wurden mit baulichen Erweiterungen zu Gemeindezentren.


Die Kirche ist dann durch das unmittelbar angrenzende Gemeindehaus zu einem zentralen Ort der Gemeindearbeit erweitert worden, in dem sich Gruppen und Chöre treffen.

Das Programmangebot ist vielfältig: Krabbelgruppen, Angebote für Schulklassen, Erwachsenenkreise, Konfigruppen, die Bücherei und vielfältige kirchenmusikalische Proben und Aufführungen finden in ihr Platz.

Sie finden hier auf dieser unserer Homepage konkrete Darstellungen, z.B.

Krabbelgruppen
Erwachsenenkreise
Kirchenmusikalisches Angebot
Bücherei
Konfi-Gruppen

 

 


Glasfenster

Christliches Leben ist ohne Versöhnung undenkbar. Versöhnung bedeutete ursprünglich "Ver-Sohnung", d.h. wieder in den (ursprünglichen) Zustand des Sohnes einsetzen.

Jesus zeigt den Menschen gelebte Versöhnung und das von Architekt  Wachtmann gestaltete Buntfenster erzählt seine Geschichte vom verlorenen Sohn (Lukasevangelium 15. Kapitel) nach:
Der jüngere Sohn will sein Leben aus eigener Kraft meistern - und scheitert. Am tiefsten Punkt (im Fenster ganz unten) bei den Schweinen angekommen, bleibt ihm keine Wahl - will er überleben, muss er sich bedingungslos dem Vater stellen. Er rechnet nicht damit, als Sohn, sondern möchte als einfacher Arbeiter aufgenommen werden.

Im Mittelpunkt des Fensters wird der Heimkehrer vom Vater in die Arme genommen. Bevor der Sohn etwas sagen kann, kommt ihm der Vater entgegen und nimmt ihn wieder als Sohn auf. Dabei handelt der Vater entgegen den Konventionen - einzig aus Freude darüber, seinen "verlorenen" Sohn wieder bei sich zu haben.

Auf dem Bild links neben dem Vater steht der treue ältere Bruder, der sich nichts hat zuschulden kommen lassen, gelbgrün im Gesicht vor Ärger. Sein ganzes Rechtsempfinden wird umgeworfen.

Es bleint die Aufgabe, Gottes Liebe und Versöhnung nicht nur für uns selbst in Anspruch zu nehmen, sondern das, von dem wir alle leben, auch dem anderen zu schenken. Das ist Versöhnung, wie Gott sie will.

2015 wird begonnen - 34 Jahre nach der Einweihung - fünf einfach verglaste Fenster künstlerisch auszugestalten (darüber wird hier an folgender Stelle berichtet)

2010 - nach 30 Jahren ein Kreuz für die Versöhnungskirche

Ulrich Brock hatte ein schlichtes und gradliniges Kreuz geschaffen. Es sollte zur Versöhnungskirche passen und zum Turm mit seiner halbrunden Form als Fundament.

Nach den Skizzen des Bielefelder Architekten Fritz Wachtmann, der auch die Versöhnungskirche entworfen hatte, verschweißte der heimische Schlosser und Kunstschmied Ulrich Brock das 4 Meter lange Kreuz aus Stahl mit dem 1,10 Meter langen Querbalken. Zuvor hatte auch das Landeskirchenamt in Bielefeld seinen Segen gegeben.

Der Höhepunkt des gemeindlichen Sommerfestes war dann am Sonntag, 11. Juli 2010 die Anbringung und Einweihung des neuen Kirchturmkreuzes. Die Freiwillige Feuerwehr Stukenbrock brachte mit der Drehleiter Ulrich Brock und seinen großen Schraubenschlüssel auf das Dach des Turmes, wo zuvor bereits die Halterung des Kreuzes angebracht wurde. Das etwa 50 Kilo schwere Kreuz wurde mit neun Muttern an der Befestigung schnell installiert. Es sei noch erwähnt, dass der Schlosser seine Arbeitsleistung ebenso der Kirchengemeinde spendet, wie die Firma Aßmann ihren Kranwagen zur Vormontage kostenlos zur Verfügung stellte. Auch die Firma Dresselhaus ist für Gottes Lohn aktiv und bringt den seit ebenfalls fast 30 Jahren fehlenden Blitzableiter an der Kirche an.

Für Ulrich Brock war es das erste Kreuz, das er in seiner Schlosserei an der Detmolder Straße in Liemke angefertigt hat. „Aber die Vergitterungen vieler Heiligenhäuschen in der Umgebung stammen von mir“, sagt der 51-Jährige fröhlich.

Die Versöhnungskirche erhielt das, was seit fast 30 Jahren fehlte: ein Kreuz. „Als ich vor drei Jahren in der Gemeinde anfing“, erzählt Pfarrer Dr. Carsten Glatt, „ist mir das gleich aufgefallen.“ Schnell sei die Idee aufgekommen, neben der Friedens- auch die Versöhnungskirche mit dem christlichen Symbol zu versehen. Bis zur Umsetzung hat es dann ein bisschen gedauert

Seit dem 1. Oktober 2014 prangen an der Versöhnungskirche Schriftzüge aus gebürstetem Edelstahl mit dem Namen und unserem Logo, der »Taubenhand«.

Text (gekürzt): Matthias Kleemann (WESTFALEN-BLATT), Foto Dr. Carsten Glatt

Besonders nachts ist die Neuerung unübersehbar, wenn der mit LEDs hinterlegte Schriftzug leuchtet. »Der Schriftzug an der Friedenskirche soll auch beleuchtet werden, das haben wir nur noch nicht geschafft«, sagt Pfarrer Dr. Carsten Glatt.

Kirchen fallen gemeinhin dadurch auf, dass sie einen hohen Turm haben und zentral stehen. Wenn das nicht so ist, muss vielleicht etwas mehr getan werden. Die Versöhnungskirche ist in den vergangenen Wochen auch auch dadurch etwas sichtbarer geworden, weil zur Tenge-Rietberg-Straße hin ein paar Bäume aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht gefällt werden mussten. Auch eine Hecke wurde entfernt, die den Blick auf das Gebäude teilweise versperrte. »Das ist gut angekommen«, sagt Küster Arno Loock.

Das große Edelstahlband mit den ausgesparten Buchstaben ist nun gewissermaßen das Tüpfelchen auf dem i. »Für mich ist das Paul-Gerhardt-Haus in Dalbke das Vorbild gewesen«, sagt Carsten Glatt.

Es traf sich gut, dass mit Peter Hoppe ein Unternehmer zur Gemeinde gehört, der die Peter Hoppe GmbH in Augustdorf leitet. Dort wurden die Buchstaben aus Edelstahlplatten geschnitten. Für die Versöhnungskirche mussten die Platten zusätzlich gewölbt werden, weil die Kirchenwand eine Rundung hat. »Wir haben noch nicht alle Rechnungen, aber die Beschilderung beider Kirchen wird wohl 4000 bis 5000 Euro kosten«, sagt Glatt. Das ist recht günstig, was auch daran liegt, dass Peter Hoppe die Hälfte des Materialpreises gespendet hat.

Auch einen kreativen Mitarbeiter gibt es dort, Thomas Milchers, der gemeinsam mit Glatt und Loock die Schrift, eine Myriad Pro, ausgesucht und sich Gedanken über die Größe gemacht hat. »Das hat mich anfangs doch etwas umgehauen«, gesteht Glatt. Denn 6 mal 1,50 Meter, das klingt ganz schön wuchtig. Auch die Taubenhand mit ihren 1,40 mal 1,17 Metern ist nicht gerade klein. Aber um an der großen Kirchenwand zu wirken, muss beides so groß sein.

2015: Fünf Fenster künstlerisch zu gestalten

Um diese fünf Fenster geht's. Foto Carsten Glatt

(Mit Klick Bild vergrößern)

Endlich, 34 Jahre nach der Einweihung der Kirche, werden die Kirchenfenster vollendet – mit Beteiligung und vor allem der Mitarbeit  unserer Gemeindeglieder. Zu einem Workshop mit dem Architekten und Künstler Fritz Karl Wachtmann am 7. und 14. März 2015 wurde eingeladen.

Architekt Fritz Karl Wachtmann hatte vor 34 Jahren die Versöhnungskirche gebaut. Damals reichte das Geld nur begrenzt.  Die fünf Fenster, die jetzt neu gestaltet werden sollen, sind bis zu 7,50 Meter hoch und 90 Zentimeter breit. Zur Zeit schützen Lamellenvorhänge vor zu viel Sonne.

Diese Bilder sollen aus dem Themenkreis "Frieden und Versöhnung" kommen, der  die Geschichte unserer Kirchengemeinde geprägt hat und nichts von seiner Aktualität verloren hat.

30 Teilnehmer der Workshops hatten ihre Ideen und Vorstellungen in vier Sitzungsterminen mit dem Architekten und Künstler Karl Fritz Wachtmann eingebracht. Die Entwürfe wurden nach dem Familiengottesdienst am Sonntag, dem 6. September 2015 der Öffentlichkeit präsentiert.

"Es ist noch nicht fertig", sagte Pfarrer Carsten Glatt. Wenn noch Details geändert werden sollen, weil sie der Gemeinde nicht gefallen, sei das kein Problem. Für diese Möglichkeit ist Glatt sehr dankbar, es sei "großzügig", dass ein Künstler sich so offen den Wünschen gegenüber zeige.

Deshalb: Fragen, Anregungen, Kritik, Lob, ... gerne digital oder auch analog per Zettelkasten in der Kirche. Dringend ansehen - nachstehend einige Fotos - live und in Farbe!!! in der Versöhnungskirche, sie ist tagsüber geöffnet.

(>>> Initiative klick hier)
Es ist nicht mehr zu übersehen: Kirchräume erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Sie locken europaweit immer mehr Gäste an. Menschen kommen unter der Woche mal eben "auf einen Sprung" vorbei: vor dem Einkauf, nach der Arbeit, in der Mittagspause.

Sie setzen sich zehn Minuten in die Reihen, zünden eine Kerze an, schreiben ein Gebet oder eine Bitte in ein Anliegenbuch. Am Ausgang nehmen sie sich eine Karte mit einem Bibelvers, den Gemeindebrief oder stecken gezielt Flyer in ihre Tasche.

Öffnungszeiten April bis September:
So. sowie Di. bis Do., 9.00-17.00 Uhr, Fr. u. Sa., 9.00-14.00 Uhr

Küster ist Herr Arno Loock..

Foto C. Glatt

Herr Arno Loock ist hier schon über 30 Jahre als Küster tätig

Erreichbar ist er

Kirche: 0176/96739242
Privat: 8028
per E-Mail:
kuester-vk@ev-kirche-shs.de

Tauffische

Für jedes getaufte Kind wird ein Tauffisch aufgehängt, auf dem u.a. Name und Taufspruch des Kindes angegeben sind. Im Alter von 4 Jahren darf es ihn im Anschluss an einen Tauferinnerungsgottesdienst mit nach Hause nehmen. In der Kirchengemeinde sind Kinder willkommen: Für sie gibt es Krabbelgruppen, kindgerechte Gottesdienste, die beiden Kindergärten und Angebote im Jugendhaus.

Kunst in der Kirche

Von Zeit zu Zeit
finden Ausstellungen in der Versöhnungskirche statt. Aus einer der letzten Ausstellungen war dieser "Feuerengel" in der Versöhnungskirche geblieben.

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