Die gegenwärtige Lage der Kirchengemeinde
Heute gehören zu unserer Kirchengemeinde drei Pfarrstellen in drei Pfarrbezirken:
Pfarrbezirk I: Pfr. Dr. Carsten Glatt mit 75 % Dienstumfang
Pfarrbezirk II: Pfr. Reinhard E. Bogdan
Pfarrbezirk III: Pfrn. Sigrid Kuhlmann.
Dazu kommen zwei Kirchen:
die Versöhnungskirche im Gluckweg in Schloß Holte und
die Friedenskirche in der Lindenstraße in Stukenbrock.
Dazu kommt ein kleiner evangelischer Friedhof im Grauthoffgebiet, in der Nähe der katholischen Grauthoffkapelle.
Es gibt zwei Kindergärten:
Versöhnungskindergarten im Orffweg mit vier Gruppen (im Pfarrbezirk I, Leiterin Frau Lichtenauer) und die
"Laubhütte" mit zwei Gruppen in Stukenbrock (im Pfarrbezirk II, Leiterin Frau Hieronymus).
Im Pfarrbezirk III befindet sich das Jugendhaus, seit 2009 mit dem Leiter Johann Hans und seit 2010 mit der Diakonin Sonja Mursch, die für die Jugendarbeit in unserer ganzen Kirchengemeinde verantwortlich zeichnen.
Die Kirchenmusikerstelle ist mit Volker Kukulenz besetzt.
Insgesamt liegt unsere Gemeindegliederzahl bei ca. 6800 Gemeindegliedern.
Wir beschäftigen zur Zeit 26 hauptamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und einen Zivildienstleistenden. Von diesen Mitarbeitenden arbeiten allein 18 in den beiden Kindergärten, unterstützt von einer wechselnden Zahl an Berufs- und Anerkennungspraktikantinnen.
Vom "lieben Geld"
Im Jahre 2006 schlug sich der Rückgang der Kirchensteuerzuweisung der Landeskirche um ¼ bei gleichbleibender Gemeindegliederzahl eklatant nieder. Es ist deutlich, dass dieser Trend sich fortsetzen wird.
Somit stehen wir vor dem Problem, wie die weitere Arbeit unserer Kirchengemeinde und ihrer Einrichtungen zu finanzieren ist.
Diesen Herausforderungen müssen und werden wir uns stellen. Wir müssen Einsparungen vornehmen und dabei gleichzeitig die wesentliche Arbeit unserer Kirchengemeinde sichern. Aber es ist uns ebenso klar, dass wir neue Einnahmequellen entdecken müssen, um unsere gute und qualifizierte Arbeit, möglichst viele Arbeitsplätze und hoffentlich alle Arbeitsfelder zu erhalten.
Das Jahr 2008 war für unsere Kirchengemeinde ein Jahr der Erholung, hatten wir noch 2006 ein Defizit von über 60.000 € und 2007 immerhin ein Defizit von über 11.000 € so konnten wir das Jahr 2008 mit einem Überschuss von knapp 15.000 € abschließen.
Dem gingen jedoch wieder Einsparungen in Höhe von knapp 40.000 € voraus. So haben wir, verglichen mit dem geplanten Haushalt 2006, gut 40.000 € im damals laufenden Haushalt eingespart (Sofortmaßnahmen!), im Jahr 2007 gut 30.000 € und 2008 noch einmal 40.000 €, in drei Jahren also Gesamteinsparungen von 110.000 €.
Ganz bestimmt eine erhebliche Leistung, mit schmerzlichen, aber insgesamt ganz wenig Kürzungen im Personalbereich, allerdings mit Umgliederungen. Die nächsten größeren Finanzeinbrüche werden wir 2012 haben, dann müssen wieder gut 35.000 € eingespart werden.
Im Gegensatz zum Jahre 2006 allerdings wissen wir das schon heute und wir sind sicher, dass wir erst 2012 Einbrüche haben werden. Auf Kirchenkreisebene haben wir es nämlich geschafft entgegen dem Trend der Kirchensteuern unseren Kirchengemeinden eine leichte Steigerung bis zum Jahr 2011 zu verschaffen. Diese Zeit soll dazu dienen, dass die Kirchengemeinden unseres Kirchenkreises langfristig Maßnahmen ergreifen können, um sich auf die kommenden Kürzungen einzurichten.
Wir sind sehr zuversichtlich, dass das unserer Kirchengemeinde gut gelingen wird. Leider sind die Einnahmen im Kirchgeld und im Förderverein Kirchenmusik zurückgegangen, aber insgesamt stehen wir gut da. Mit den knapp 15.000 € Überschuss aus dem Jahre 2008 werden wir die Rücklagenentnahmen der Jahre 2006/07 von 71.000 € auf 56.000 € zurückfahren können, immerhin ein guter Weg. Es zeigt sich, dass die Arbeit unseres Presbyteriums – trotz einiger Anfeindungen – einen guten Erfolg gebracht hat. Es ist uns im ganzen Kirchenkreis keine Kirchengemeinde bekannt, die so eklatante Defizite in so kurzer Zeit in einen Überschuss verwandeln konnte. Ein ganz großes Dankeschön an unsere „Altpresbyter“ und „Altpresbyterinnen“ und an unsere gegenwärtigen Presbyter und Presbyterinnen, die den eingeschlagenen Sparkurs so konsequent weiter verfolgt haben!